Gehörschutz beim Fliegen

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Hörgeräte Reichart München

Endlich Urlaub - aber was ist mit dem Ohrendruck im Flugzeug?

So entstehen Druck sowie Schmerz und das können Sie dagegen tun: Tipps vom Hörgeräteakustiker.

Viele von uns, die geschäftlich oder im Urlaub mit dem Flugzeug unterwegs sind, kennen es: Kurz nachdem der Flieger gestartet ist und rapide an Höhe gewinnt, kommt es zu einem unangenehmen Druck in den Ohren. Das Gefühl der Dumpfheit gipfelt in einem Knacken gefolgt von manchmal mehrere Stunden anhaltenden Schmerzen. Zu allem Überfluss wiederholt sich das Ganze bei der Landung. Was aber steckt hinter dem Phänomen und welche Maßnahmen dagegen helfen wirklich?


3.000 Stockwerke in ein paar Minuten
Nur Sekunden dauert es, bis im steilen Steigflug eine Höhe von etwa 450 m, das entspricht vielleicht 130 Stockwerken, erreicht ist. Danach geht es zwar in einem etwas flacheren Winkel weiter nach oben, aber auch auf 10.000 m (knapp 3.000 Stockwerke) ist die Maschine nach wenigen Minuten. Mit jedem Meter nimmt der Luftdruck ab. Er fällt von rund 1.000 Hektopascal (hPa) direkt über dem Meeresspiegel auf nur noch etwas über 260 hPa in Reisehöhe. Zum Ausgleich wird der Luftdruck in der Kabine zwar auf ein Niveau, wie es auf 2.500 Höhenmetern herrscht, erhöht. Vorher jedoch kommt es zu einem Druckabfall. Im Mittelohr wirkt ein Überdruck von innen dagegen. Das Trommelfell spannt sich und verändert seine Wölbung. Dies hat das bekannte Knacken zur Folge. Bei der Landung passiert das Gleiche. Diesmal allerdings aufgrund eines Unterdrucks im Mittelohr wegen des steigenden Umgebungsdrucks.


Schmerzhaftes Barotrauma möglich
In einem Punkt können wir als Hörgeräteakustiker bereits an dieser Stelle Entwarnung geben: In den allermeisten Fällen ist dieser Vorgang völlig ungefährlich und hat keinen dauerhaften Einfluss auf das Hörvermögen. Sehr selten jedoch kann es im Mittelohr zu Einblutungen kommen. Häufiger ist ein Barotrauma mit dumpfem Hören, Ohrenschmerzen sowie gelegentlich etwas Übelkeit. Da stellt sich die Frage: Was kann ich gegen das Druckgefühl im Ohr tun?


Kombination aus aktiven Maßnahmen und Ohrstöpsel
Es gibt viele Hausmittel, die helfen können. Dazu gehören, unmittelbar vor Steig- und Sinkflug damit zu beginnen, ein Bonbon zu lutschen oder ein Kaugummi zu kauen. Auch gelegentliches Gähnen kann etwas bringen. Eine sehr sichere Methode sind speziell entwickelte Ohrstöpsel. In ihnen befindet sich ein Luftstromfilter, der die Auswirkungen von Über- oder Unterdruck im Ohr bei Start und Landung verlangsamt. Dies verhindert am besten in Kombination mit einer der erstgenannten Maßnahmen effektiv die Entstehung von Schmerzen. Gleichzeitig findet eine Dämpfung der Umgebungsgeräusche statt. Die Durchsagen der Besatzung bleiben indes weiter hörbar.

Tipp: Die Ohrstöpsel zum Druckausgleich sind nicht nur im Flugzeug sehr hilfreich. Sie können auch bei Gebirgswanderungen sowie bei Autofahrten über Alpenpässe mit dabei sein.


Gehörschutz nach Maß

Hörgeräte-Träger dagegen haben oft den Vorteil, dass sie die Ohrstöpsel nicht benötigen. Häufig sind die Geräte nämlich in der Lage, den Druckunterschieden auf beiden Seiten der Trommelfell-Membran entgegenzuwirken. So Manchem ist es jedoch unangenehm, das Hörgerät während Steig- und Sinkflug zu tragen. In solchen Fällen kann es natürlich für diese Zeit durch die Ohrstöpsel ersetzt werden. Während des Fluges sollten Sie es aber unbedingt wieder einsetzen, um wichtige Durchsagen mitzubekommen. Geräte mit Funksender müssen sich dabei allerdings im Flugmodus befinden. Unabhängig davon, ob Sie ein Hörgerät tragen oder nicht, beraten wir Sie gerne in unseren Filialen zu Ohrstöpseln für das Flugzeug und stellen Ihnen ebenso hochwertige wie günstige Produkte vor.


So erreichen Sie uns!

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